Heroes on Tour im Ostendorfer Gymnasium
Die 11. Jahrgangstufe des Ostendorfer Gymnasiums durfte erstmals bei einem Planspiel zur Kommunalpolitik im Landratsamt teilnehmen. Dabei handelte es sich um die vom Kreisjugendring ins Leben gerufene Kreistagssimulation „Heroes on tour“, welche den Schülern den Ablauf einer solchen Sitzung sowie die Vorbereitungen darauf, näher bringen sollte.
Eingeleitet wurde das Projekt von Landrat Martin Meier sowie der KJR-Vorsitzenden Stefanie Meier, welche einen kurzen Einblick in das nachfolgende Spiel schaffte. Martin Meier betonte die Wichtigkeit des Kennenlernens unserer Kommunalpolitik mit den Worten: „Das sind Erfahrungswerte, die ihr auch später in eurem Berufsleben noch brauchen könnt“. Für die Jugend sei die Veranstaltung zudem eine geeignete Möglichkeit dafür.
Anschließend bekamen die Schüler den Simulationsablauf bekanntgegeben. Das Planspiel spielte in der fiktiven Stadt „Valor City“, welche für ihre sogenannten „Urban Heroes“ bekannt war. Diese vertraten jeweils unterschiedliche Interessen und Werte und stellen somit auch unterschiedliche Parteien dar. Während die Schüler zu Beginn der Veranstaltung an den Gruppentischen im Saal platznahmen, befanden sich auf diesen verschiedene Hefte, welche zu unterschiedlichen „Fraktionen“ gehörten. Im Sinne dieser sollte später dann argumentiert und diskutiert werden.
So sprach Heldin „Gaia“ beispielsweise für Nachhaltigkeit und Umweltschutz, während „Civic Heart“ Gleichberechtigung und Solidarität priorisierte. Insgesamt beinhaltete das Spiel fünf Gruppen mit differenzierten Ansichten.
Jede „Fraktion“ durfte nun innerhalb des Teams zwei ausgewählte Sachverhalte und deren Beschlussvorschläge diskutieren und dabei die Werte, für die der zugeteilte „Hero“ steht, berücksichtigen. Dabei handelte es sich zum einen um eine Vergünstigung von Taxis für Jugendliche und zum anderen um die Einrichtung eines Jugendkreistags. Dass die ausgewählten Themen vor allem ansprechend für Jugendliche waren, lobte eine Schülerin in der Feedbackrunde. Bei den Diskussionen in den einzelnen Fraktionen wurde sich rege beteiligt. Auch sollte jedes Team die Wahl des „Fraktionsleiters“ sowie dessen „Stellvertreter“ vollziehen, welche die Ergebnisse der Diskussion anschließend im „Kreistag“ vortrugen. Begleitet wurden die Schülergruppen zudem von Thomas Thumann, Peter Meier, Stefan Haas, Max Mirwald, Marco Winkler sowie Josef Bauer, alles erfahrende Kreistagsmitglieder realer Parteien, welche dabei unterstützt haben und einen tieferen Einblick sowie die Beantwortungen von Fragen zur Kommunalpolitik gewährleisten konnten.
Im Anschluss versammelten sich alle „Fraktionsmitglieder“ im „Kreistagssaal“ und trugen aus Sicht ihres „Heroes“ die Ergebnisse vor. Geleitet wurde die Sitzung vom Bürgermeister und stellvertretenden Landrat Josef Bauer aus Parsberg, dem es gelang die Simulation realistisch durchzuführen. Die Schüler diskutierten rege und interessiert. Eine Stunde ging der Jahrgang auf die Argumente voneinander ein und versuchte jene zu entkräften. Dann schloss Bauer die Runde mit dem Appell: „Demokratie ist das Allerwichtigste und das muss uns immer bewusst sein!“ Er unterstrich zudem, dass die Jugend gehört werden muss und motiviert, zu versuchen sich mehr in der Politik zu einzubringen.
Zuletzt lobten die Schüler die Idee und Umsetzung des Planspiels. „Ich fand, es war sehr bereichernd und man konnte viel mitnehmen.“, so eine Schülerin der Jahrgangstufe. Insgesamt erhielt „Heroes on tour“ auch von OG-Lehrer Matthias Meyer äußerst positives Feedback und die 11. Klassen erklärten sich bereit, an einem solchen Projekt wieder teilzunehmen.
Das Projekt wird finanziell vom Rotary Club Neumarkt-Parsberg unterstützt.
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